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| © Bilder Franziska Heinz |
„(...) the word that surfaced again
and again was windbag“ – mit
diesen Worten beschrieb ein Autor der Times seinen Interview Partner, einen New
Yorker PR-Manager. „Windbag“, also wortwörtlich: Windbeutel – das kleine luftige Brandteig-Gebäcke mit der sahnigen Füllung, das so himmlisch schmeckt. Wie sieht allerdings eine Person aus, welche die Assoziation eines Windbeutels hervorruft? Daraufhin ploppte auch in meiner Vorstellung ein cremiger Windbeutel nach dem Anderen auf.
Offensichtlich abgelenkt von meinem knurrenden Magen, kam mir erst nach ein paar
langen Minuten die Erkenntnis, dass der Begriff Windbeutel, ebenso wie im
Englischen, auch im Deutschen für Menschen verwendet wird, die gerne und viel
reden – das Gesprochene hat dabei selten viel Inhalt. Die kulinarischen
Windbeutel versprechen hingegen aber nicht zu viel.
Der Brandteig
Als Erstes 250 Millliter Wasser
zusammen mit 100 Gramm Butter und einer Prise Salz in einem Topf kurz aufkochen
lassen. Achtung: Das Wasser-Butter-Gemisch ist etwas dünnflüssig und spritzt beim
Kochen leicht über den Topf hinaus. Deshalb anschließend 260 Gramm Mehl (am
Besten auf einmal) in den Topf stürzen und sofort mit einem Kochlöffel
einrühren. Das Mehl bindet die Flüssigkeit zu einem festen Teigklumpen, der so
lange mit dem Kochlöffel bearbeitet werden sollte, bis er eine ebenmäßige
Oberfläche aufweist – wichtig: Der Topf steht dabei auf der warmen Herdplatte.
Hat sich der Teig zu
einer homogenen Masse verbunden, kann er vom Herd genommen werden und darf in
einer Schüssel auskühlen. Nun langsam die fünf Eier (am Besten fünf größere
Eier/ Größe M-L) nacheinander sorgfältig in den Teig einarbeiten. Der fertige
Teig sollte glänzen und weich sein, damit er sich später mit dem Spritzbeutel
leicht formen lässt.
Danach den Backofen auf
200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Den
Spritzbeutel mit Sterntülle (Metallaufsatz für den Spritzbeutel) mit Brandteig
befüllen und im Abstand von ca. 5 Zentimeter auf das Blech drücken. Für die
typischen Windbeutel wird der Teig Rosettenförmig1 auf das Blech gespritzt.
Tipp: Wer keinen
Spritzbeutel zur Hand hat, kann sich mit einer kleinen Plastiktüte
(Brotzeittüten, kleine Müllbeutel etc.) behelfen. Dazu eine Ecke der
zusammengeschweißten Kante abschneiden. Die Größe des Loches kann man so selbst
bestimmen – lieber anfangs weniger abschneiden, denn durch kleine Löcher lässt
sich die Masse gezielt aufdrücken.
1Rosettenform: schneckenhausförmig, wie ein wirbelartiger Kreis der nach innen kleiner wird.







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