Montag, 13. Mai 2013

Mama wird es lieben

Schon wieder einmal den Muttertag vergessen? Kein Geschenk, keine kleine Geste, nichts da? Dann ist diese Tarte au Chocolat die Rettung. Schnell und einfach und doch ein Gaumenschmaus hoch zehn. Die Tarte, der keiner widerstehen kann. Die Tarte, die die Geschmacksnerven mit jedem Bissen zum Knistern bringt. Da wird die Mama schnell vergessen, dass man den Muttertag verschwitzt hat.

© Bilder Franziska Heinz


Damit alles reibungslos über den „Herd“ läuft, bereitet man den Arbeitsplatz vor, bevor man mit dem Backen loslegt. Die Springform muss gefettet werden. Am besten eignet sich eine Form mit 26 Zentimetern Durchmesser. Der Ofen sollte auf 175°C in Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Danach muss die Vollmilchschokolade geraspelt werden. Weiter geht es! Unter ständigem Rühren die Kuvertüre zusammen mit Butter in einem Wasserbad schmelzen. Anschließend muss die Butterschokomasse abkühlen. Doch aufgepasst! Die Schokolade könnte klumpig werden oder gar anbrennen, wenn man die Temperatur zu hoch stellt und zu langsam beim Rühren ist.



Bevor es an das Eierschlagen geht, wird das Puddingpulver mit dem Backpulver vermischt. Sparsam mit dem Backpulver umgehen. Die Tarte soll nicht aufgehen wie ein Hefeteig. Nun die Eier, das Salz und den Puderzucker zu einer hellen cremigen Masse schlagen. Danach den Zucker und das Innere einer Vanilleschote hinzufügen. Am einfachsten bekommt man dies mit einem Messer aus der heraus gekratzt. Ein kleiner Tipp am Rande: Vanillezucker muss man nicht immer abgepackt kaufen. Man nehme eine Dose, füllt diese mit Haushaltszucker und steckt ausgekratzte Schoten hinein. Et voilà, selbstgemachter Vanillezucker.


Als nächstes hebt man die abgekühlte Butterschokomasse langsam unter - dann die Schokoladenraspeln. Im letzten Schritt wird das Puddingpulver in den Teig gemischt.

Anschließend wird der Teig in die gefettete Form gegeben und etwa 20 bis 25 Minuten gebacken. Wenn man sich für eine kleine Form entscheidet, muss die Tarte länger im Ofen bleiben. Mit einem Holzstäbchen wird kontrolliert, wie weit der Kuchen ist. Bleibt viel Teig am Stäbchen haften, sollte man die Tarte noch nicht herausholen. Sobald nichts mehr am Holzstäbchen kleben bleibt, ist das Naschwerk fertig.

Die Tarte ist nach dem Backen noch etwas flüssig, beziehungsweise weich. Deshalb sollte man sie abkühlen lassen, bevor man die wunderbare Versuchung aus der Form nimmt. Nicht wundern! Beim Abkühlen verliert die Tarte ein wenig an Volumen. Zum Schluss nach Belieben verzieren oder einfach nur mit Puderzucker bestäuben.



Schnell noch einen passenden Film raussuchen – wie wäre es mit „Chocolat“ oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – und zusammen mit Mama, der wundervollsten Frau der Welt, die süße Versuchung genießen. Natürlich aber auch mit jedem anderen.



Linh

Dienstag, 30. April 2013

Toller Holler


Hugo, das ist die verflossene Liebe aus dem letzten Sommer, nach der alle Frauen und auch Männer sich verzehren. Der Cocktail hat es uns angetan. Auch wenn die heißen Tage noch auf sich warten lassen, dank der süßen Hugo-Törtchen müssen wir nicht auf ihn verzichten.



Als erstes wird der Ofen auf 180 Grad Umluft vorgeheizt. Hat man sich für eine Backform entschieden, geht es an die weiteren Vorbereitungen. Ich persönlich bin kein Freund von den alt bekannten Muffin-Papierförmchen. Sie sind nicht besonders originell und das Abziehen des Papiers, während man schon die Hälfte davon im Mund hat, ist mehr als lästig. Wer sich also gegen die Papierförmchen entscheidet, sollte frühzeitig die Backform gut mit weicher Butter ausstreichen und mit Mehl bepudern,  so lassen sich die Törtchen später leichter lösen. Es soll kein Krümel verschenkt werden­ – es wäre schließlich schade darum!


Zuerst werden 150 Gramm Butter in einer Schale über einem Wasserbad zerlassen; etwas kühl werden lassen und zwei Esslöffel Holundersirup hinzugeben. Danach alles gut umrühren. Die Butter kommt später in den Teig und verleiht ihm schon das Hugo-Aroma. Wem der Holunder zu dominant vorschmeckt, der kann auch ein bisschen Zitronenabrieb dazugeben.

Dann geht es los. Um den Überblick zu behalten, wird das Rezept auf zwei Schüsseln aufgeteilt. In die erste werden die 200 Gramm Mehl und 50 Gramm Speisestärke gegeben. Ich verwende nie mehr als eine Messerspitze Backpulver. Das reicht erstens vollkommen aus und zweitens verwendet es meine Tante für die Armeisenbekämpfung, was dazu führt, dass die Tierchen platzen – das versuche ich zum Wohl meiner Gäste zu vermeiden.  

In der zweiten Schale werden drei Eier zusammen mit einer Prise Salz und 150 Gramm Rohrzucker schaumig gerührt. Das kann länger dauern, denn der Zucker muss sich auflösen. Einfach prüft man die Masse auf Rückstände, indem man am Rand der Schale ein wenig Teig zwischen Daumen und Zeigefinger nimmt und ihn reibt. Ist kein Zucker mehr zu spüren, ist die Konsistenz richtig. An dieser Stelle wird die abgekühlte Butter zu dem Ei-Schaum in die Schüssel gegeben. Zuletzt wird das Ganze mit 250 Gramm sauerer Sahne vermengt. Jetzt lassen sich das Mehl und die Speisestärke leicht in die flüssige Konsistenz unterrühren ohne zu verklumpen. Nach dem Umfüllen in die Förmchen kommen die Hugo Törtchen für 25 Minuten bei 180 Grad Temperatur in den Ofen bis sie goldbraun gebacken sind – Abkühlen lassen nicht vergessen.

© Bilder Franziska Heinz

Um die Wartezeit zu überbrücken, kann die Creme angerichtet werden. Diese besteht aus 50 Gramm Puderzucker und 100 Gramm Butter, die zusammen schaumig gerührt werden. Hinzu kommen noch 100 Gramm Frischkäse und zwei Esslöffel Holundersirup. Bis die Törtchen abgekühlt sind: die Masse in den Kühlschrank stellen – die kühle Masse sorgt für eine süße, sommerliche Erfrischung. Ist alles fertig, werden die Cremehäubchen auf die Küchlein gegeben und die kleinen Aperitif-Häppchen genossen, gerne auch mit einem Glas Wein. Zum Wohl!



Franziska

Willkommen auf Kuechlein back dich


Unsere Kindheit ist übersät mit Gerüchen ­– mit dem wunderbaren Duft von Omas Apfeltorte, von Mamas besten Plätzchen oder den frischgebackenen Muffins vom Bäcker. Doch je älter wir werden, desto weniger kommen wir in den Genuss dieser Wohltat..


Denn spätestens wenn das Studium vor der Tür steht, die Nächte lieber im Club als zu Hause verbracht werden und die Sonntage am Küchentisch von Omi seltener werden, wird Backen immer häufiger zur Rarität. Gerade in einer Zeit, die von Starbucks und Backmischungen dominiert wird, legen wir Wert darauf ein Zeichen zu setzen und ein Stück Backkultur zurückzubringen.


Auf Kuechlein back dich beschäftigen wir uns speziell mit Naschkram, Desserts und feinem Gebäck, die das Leben auf einfache Art versüßen. Da das Auge bekanntlich mit isst, betrachten wir Augenschmäuse, also Tische, Gedecke und Dekorationen genauer. Uns ist es wichtig, ein Lebensgefühl nahe zu bringen und den Alltag ein wenig zu entschleunigen. Für unsere Rezepte muss man keine besondere Affinität zum Backen haben, denn selbst die schwersten Naschereien erklären wir so, dass sie jeder machen kann. Zusätzlich halten wir regelmäßig Kaffeeklatsch und holen uns Tipps und Tricks bei Experten.


Wir sind für neue Erfahrungen jederzeit offen und nehmen für die Umtriebigen Kostproben in außergewöhnlichen Cafés mit Allerlei Leckereien und besonderer Atmosphäre. 

Ganz egal ob du zum backen, basteln, bekleckern oder nur zum träumen vorbeigekommen bist, sei herzlich willkommen und hab viel Spaß auf Kuechlein back dich.