Na gut, wem das nicht fein genug ist: französische-Schokoladen-Madeleines, selbst gemacht – versteht sich. Das ist der Vorteil der
französischen Küche: je französischer und je komplizierter die Bezeichnung, desto
größer das ehrfürchtige "Ah" und "Oh" der Gäste. Wer über dieses Rezept stolpert,
muss keine Angst haben. Tatsächlich sind die Bärentatzen, unter diesem Namen
kenne ich sie seit meiner Kindheit, vollkommen ungefährlich und backleicht.
![]() |
| © Bilder Franziska Heinz |
Bevor es an die Arbeit geht, müssen folgende Dinge
vorbereitet werden: Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen und die jakobsmuschel-förmigen Backformen mit Butter einfetten. Anschließend ein
Wasserbad auf dem Herd erhitzen und 60 Gramm Butter in einer Schale über dem
Bad zerlassen.
Während die Butter nun langsam zerfließt, kann der Teig
zubereitet werden. Das geht besonders schnell und einfach – und die hübschen
Madeleines sind dazu eine nette Beigabe zu einer Tasse Kaffe. Einfach Eier und
Zucker schaumig rühren, 50 Gramm Mehl und drei Esslöffel
dunkles Kakaopulver dazu sieben und unterrühren. Die Butter kurz abkühlen lassen und hinzugeben. Um den Geschmack noch zu
verfeinern, etwas Abrieb einer unbehandelten Zitrone und einen Schuss Rum
hinzufügen. (An dieser Stelle noch einmal die Anmerkung: Der Schuss Rum hat die
selbe Wirkung wie Backpulver: der Teig geht beim Backen gleichmäßig auf.
Zum Schluss die Masse in die Förmchen geben – am besten
eignet sich dazu ein Teelöffel, auf diese Weise wird nicht zu viel kostbarer
Teig verkleckert und die Arbeitsfläche gleicht zum Schluss nicht einem
Schlachtfeld. Zwei bis drei Teelöffel sollten pro Tatze reichen, so geht der
Teig beim Backen nicht zu weit auf und die schokoladen Madeleinen bekommen
keine unförmige Rundung an der Unterseite. Nun für ca. 10-15 Minuten in den
vorgeheizten Ofen geben bis die Kuchen durchgebacken sind.
Die Form gut auskühlen lassen, damit man sich nicht die
eigenen Tatzen verbrennt. Anschließend daraus lösen und auf einem Gitter
abkühlen lassen. Wer möchte, kann die kleinen Bärentatzen noch in zerlassener
Zartbitter-Kuvertüre eindippen; das verleiht ihnen die original Pfoten-Optik.




































